
Über mich und meine Arbeiten
Ich lebe mitten in der Schweiz in der Stadt Zug und arbeite als freiberuflicher Künstler. Mehr zu meiner künstlerischen Laufbahn erfahren Sie im Menü 'Meine Kunst'.
Mein Schaffen befasst sich mit modularer Konstruktion. Durch gezielten Einsatz von Schnittproportionen wie dem goldenen Schnitt, Fibonacci-Reihen und Algorithmen wird ein komplexes Bild aus wenigen oder nur einem einzigen Grundelement konstruktiv aufgebaut, ähnlich wie ein komplexer Organismus sich aus einer einzigen Zelle entwickelt.
Das einzelne Bild steht immer stellvertretend für ein übergeordnetes konstruktives Prinzip, das sich überall in diesem Universum finden lässt und das die harmonische Wirkung von Raum, Proportion und Farbe seit Ewigkeiten definiert.
Resultat dieser streng strukturierten Herangehensweise ist ein Konzept - der Bildplan. Dieser enthält alle Informationen, wie die Elemente des Bildes sich selbst definieren und wie sie zueinander stehen. Bei der konkreten Herstellung des Werks wird dieser Bildplan umgesetzt. Hierbei setze ich vor allem industrielle Materialien wie Aluminium, Sprühtinten, Farbfolien und Hartschaumstoff ein.
Jedes Bild ist ein Unikat und wird nur ein einziges Mal hergestellt. Zur Zeit wird ein Teil meiner Arbeiten von der Galerie Kunstwarenhaus, Stockerstrasse 11, 8002 Zürich vertreten. Klicken Sie hier,um zur Galerie zu gelangen.

"But, by the mass, our hearts are in the trim" (Henry V)
Ficken und Shoppen. Kali-Fornication. Die Essenz unserer Zeit. Die Göttin der Zerstörung liebt es wirklich, der Welt eins auszuwischen, denke ich manchmal. Ich sollte protestieren. Ich sollte gute Dinge tun. Vater Teresa werden, wie all die Rettet-unser-Klima und braven Bürger es von mir verlangen. Ich sollte ein Gutmensch werden. Aber ich bin ein verdammter Heuchler. Man hat mir in der Schule beigebracht, bürgerlichen Regeln zu gehorchen. Ich habe deren Wissenschaft betrieben, ihre Aktien und Anleihen gehandelt. Ich war gut in der Schule. Ich habe einen Abschluss, eine Berufsausbildung und eine Karriere. Ich habe sogar meinen Doktor gemacht.
Nicht ganz das, was man von einem Künstler erwarten würde. Nicht der revolutionäre Che, auf den man gewartet hat. Stattdessen ein Wesen aus einer seltsamen Welt mit einem speziellen Auftrag. Ein Raumfahrer, in die Welt des Shoppens und Fickens verbannt. Also wurde ich einer von ihnen um mich zu tarnen. Doch ich wollte mich nicht absorbieren lassen. Die Symbole des Protests sind lächerlich kleinkariert. Sneaker zum Anzug tragen. Nicht mehr vor hinterhältigen Idioten im Staub kriechen, nur um noch einen deal zu machen. Diskriminierung als Auszeichnung ansehen. Seinem Gewissen zu folgen, seinem verdammten unaufhörlich flüsternden Gewissen - das ist das Schwerste.
Aber wenn ich auf der Brücke meines gewaltigen Wald-Schiffs stehe und von der Spitze des Mastes herabsehe, zerbröckelt der Hass, und nach einer Weile zieht der Frieden in mein Herz ein. Dann verlasse ich die shoppende und fickende Welt. Dann bin ich nichts und bin einfach. Wenn die offenen Himmel zu mir sprechen im goldverklärten Nachmittagslicht. Wenn ich wieder auf der Insel bin, inmitten der Strahlkraft des südlichen Lichts und seiner extremen leuchtenden Farben. Dann bin ich wahrhaft glücklich trotz der Melancholie, die mich umfängt.