
Über mich und meine Arbeiten
Ich lebe mitten in der Schweiz in der Stadt Zug und arbeite als freiberuflicher Künstler. Mehr zu meiner künstlerischen Laufbahn erfahren Sie im Menü 'Meine Kunst'.
Mein Schaffen befasst sich mit modularer Konstruktion. Durch gezielten Einsatz von Schnittproportionen wie dem goldenen Schnitt, Fibonacci-Reihen und Algorithmen wird ein komplexes Bild aus wenigen oder nur einem einzigen Grundelement konstruktiv aufgebaut, ähnlich wie ein komplexer Organismus sich aus einer einzigen Zelle entwickelt.
Das einzelne Bild steht immer stellvertretend für ein übergeordnetes konstruktives Prinzip, das sich überall in diesem Universum finden lässt und das die harmonische Wirkung von Raum, Proportion und Farbe seit Ewigkeiten definiert.
Resultat dieser streng strukturierten Herangehensweise ist ein Konzept - der Bildplan. Dieser enthält alle Informationen, wie die Elemente des Bildes sich selbst definieren und wie sie zueinander stehen. Bei der konkreten Herstellung des Werks wird dieser Bildplan umgesetzt. Hierbei setze ich vor allem industrielle Materialien wie Aluminium, Sprühtinten, Farbfolien und Hartschaumstoff ein.
Jedes Bild ist ein Unikat und wird nur ein einziges Mal hergestellt. Zur Zeit wird ein Teil meiner Arbeiten von der Galerie Kunstwarenhaus, Stockerstrasse 11, 8002 Zürich vertreten. Klicken Sie hier,um zur Galerie zu gelangen.

Künstlerischer Lebenslauf und Arbeitstechnik
bio
* geboren 1977
* lebt und arbeitet in Zug (Schweiz)
* 2001-2005 Studien in Zeichnung, Collage, Aquarell
* 2006 Aufenthalt an der New York School of Visual Arts
* 2006-2007 Entwicklung meines Arbeits- und Herstellungsprozesses
* seit 2008 umfangreiche Ausstellungsaktivitäten in Deutschland, Schweiz, Liechtenstein
* 2010 Ausstellung bei Jürgen Blum-Kwiatkowski im Museum Modern Art, Hünfeld
warum
oberthema meiner arbeiten ist die modulare konstruktion: aus wenigen oder einem einzigen grundelement wird ein bild nach geplanten prinzipien konstruktiv aufgebaut. meine arbeitsweise ist eng mit architektonischem denken verwandt und benutzt geplante algorithmen und verbindungsvorschriften, um das bild aus dem grundelement zu entwickeln. hierbei orientiere ich mich an "klassischen" massen wie dem goldenen schnitt, fibonacci-reihen, harmonischen und geometrischen mitteln etc. ergebnis dieses prozesses ist ein bildplan.
durch das konsequente anwenden dieses prinzips soll im fertig entwickelten bild ein gemeinsames harmonieverhältnis von form, farbe und rhythmus erzeugt werden. die beseelte bewegung dieser drei elemente findet sich überall in der welt, ist aber verborgen in den dingen. mit heidegger gesagt: das sein existiert schon immer, es gilt die ontologische differenz zum da-sein zu überwinden. das prinzip wird aus dem speziellen da-sein herausgelöst und als abstraktes gebannt.
im bild, d.h. im ergebnis dieses herauslösungsprozesses, stehen sich die grundkräfte des da-seins gegenüber: dem konstruktivistisch ordnenden apollo widersetzt sich der spielende und tanzende dionysos. ihr dialog schafft rhythmus und bewegung und spielt ironisch mit der dogmatik der konkreten kunst. der betrachter ist aufgefordert, seine gewohnheiten und erwartungen zu hinterfragen und genauer hinter den schleier der dinge zu blicken. ordnung und spiel im ewigen streitgespräch.
wie
der bildplan wird durch einen selbstentwickelten, komplexen achtstufigen prozess in ein materielles kunstwerk. zunächst wird auf der basis von skizzen und collagen ein bildplan geschaffen und dieser danach in vektorgrafische form- und farbdefinitionen übertragen.
dieser bildplan kann dann mit verschiedensten mitteln umgesetzt werden. anstatt "klassische" materialien wie ölfarbe und leinwand zu verwenden, arbeite ich lieber mit industriellen materialien wie aluminium, spühlacken und -tinten, schaumstoffen und farbigen folien. mit dem bildplan programmierte maschinen und industrielle prozesse unterstützen die herstellung des bildes, das zu einem vollständig artifiziell-industriellen produkt wird: die eigenarten des künstlers verschwinden hinter der exakten umsetzung des plans.
trotz dieser technologischen komponenten ist jedes bild ist ein unikat und wird nur ein einziges mal hergestellt.